Die häufigsten Backup-Fehler – und wie man sie vermeidet

Der 31. März ist der Welt-Backup-Tag – eine perfekte Gelegenheit, um zu überprüfen, ob Ihre Daten wirklich sicher sind! Viele Unternehmen und private Nutzer machen immer noch grundlegende Fehler bei der Erstellung von Backups und setzen damit ihre wertvollen Dateien einem Risiko aus.

Nachfolgend finden Sie eine Liste der häufigsten Fehler sowie bewährte Methoden, um diese zu vermeiden und eine effektive Backup-Strategie zu implementieren.

Welche sind die häufigsten Fehler bei der Erstellung von Backups?

1. Keine regelmäßigen Backups

Oft denken Benutzer erst nach einem Systemausfall an Backups. Wenn du nur gelegentlich Sicherungskopien erstellst, riskierst du den Verlust der neuesten Dateien. Wie kann man das verhindern? Erstelle einen Backup-Zeitplan und halte dich daran!

Im Kontext der Wiederherstellung eines Systems aus einem Backup sind zwei Parameter entscheidend. Einer davon ist: RPO (Recovery Point Objective).

Dieser Parameter bestimmt, wie viele Daten im Falle einer Wiederherstellung verloren gehen können – das hängt von der maximalen Zeitspanne zwischen dem letzten Backup und dem Ausfall ab.

  • Wird das Backup nur einmal pro Woche erstellt, könnten Daten von bis zu sieben Tagen verloren gehen.

  • Ein tägliches Backup bedeutet hingegen einen maximalen Datenverlust von 24 Stunden.

Fazit? Je häufiger Backups durchgeführt werden, desto geringer ist das Risiko von Datenverlusten. In extremen Fällen, in denen ein Unternehmen sich keinen Datenverlust leisten kann, müssen Replikationsmechanismen implementiert werden, die Daten kontinuierlich in ein Backup-System kopieren.


2. Keine Sicherung des Backups

Die Speicherung eines Backups am selben Ort wie die Originaldaten – z. B. auf derselben Festplatte oder demselben Server – schützt nicht vor Hardwareausfällen, Ransomware-Angriffen oder Diebstahl. Falls ein solches Ereignis eintritt, besteht die Gefahr, dass die Daten nicht mehr wiederhergestellt werden können.

Das bloße Erstellen eines Backups garantiert nicht die Möglichkeit der Wiederherstellung. Ransomware-Angriffe zielen zunehmend nicht nur auf Systeme, sondern auch auf deren Backups ab – deshalb ist der Schutz dieser Backups entscheidend.


3. Fehlendes effektives Testen des Backups

Viele Benutzer gehen davon aus, dass ein einmal erstelltes Backup im Ernstfall problemlos funktioniert. Erst in einer Krisensituation stellt sich oft heraus, dass Dateien beschädigt sind oder wichtige Daten fehlen.

Ein weiterer entscheidender Parameter für die Wiederherstellung ist:

RTO (Recovery Time Objective) – dieser gibt an, wie lange ein System nach einem Ausfall maximal zur Wiederherstellung benötigen darf. Falls die Wiederherstellung zu lange dauert, kann dies erhebliche finanzielle Verluste für das Unternehmen bedeuten.

Wie lassen sich Probleme vermeiden?

  • Überlege, wie schnell das System nach einem Ausfall wiederhergestellt werden muss, um negative Auswirkungen auf das Geschäft zu vermeiden.

  • Teste das Backup unter realen Bedingungen – überprüfe, ob du das System innerhalb der erwarteten Zeit wiederherstellen kannst oder ob Änderungen im gesamten Backup-Prozess erforderlich sind.

❗ Ein klassischer Fehler bei Backup-Tests ist die Überprüfung nur einzelner Dateien oder Server, ohne die Wiederherstellung des gesamten Systems end-to-end zu testen. Dabei werden oft Abhängigkeiten zwischen Systemkomponenten, wie z. B. Netzwerkanbindungen, übersehen.

Diese Vorgehensweise bietet keine Garantie, dass die Wiederherstellung im Ernstfall erfolgreich ist, oder sie könnte erheblich länger dauern als geplant – was das Unternehmen Zeit, Geld und Kunden kosten kann!


4. Backup nur an einem Standort

Das Erstellen eines Backups am selben physischen Standort birgt das Risiko, dass alle deine Daten verloren gehen könnten – beispielsweise durch einen Brand im Rechenzentrum, eine Überschwemmung oder eine andere Katastrophe. Auch wenn solche Ereignisse seltener auftreten als Ransomware-Angriffe, lohnt es sich, auf diesen Fall vorbereitet zu sein. Erwäge die Nutzung eines zweiten Rechenzentrums zur Speicherung von Backup-Daten.


5. Keine Verschlüsselung der Backups

Wenn das Backup nicht verschlüsselt ist, können Cyberkriminelle im Falle eines Einbruchs in das Backup-System Zugriff auf deine sensiblen Daten erhalten – selbst wenn die Daten in den eigentlichen Systemen geschützt sind.

Wie erstellt man ein effektives Backup?

🔹 Erstelle automatische Backups nach der 3-2-1-Regel
Es reicht nicht aus, Dateien einfach auf eine andere Festplatte zu kopieren. Um ein Backup wirklich effektiv zu gestalten, solltest du eine bewährte Methode anwenden, wie z. B. die 3-2-1-Strategie:

  • 3 Kopien der Daten – eine Originalkopie und zwei Backups.

  • 2 verschiedene Speichermedien – z. B. ein Festplatten-Array und eine Cloud-Lösung.

  • 1 gesicherte Kopie außerhalb des Unternehmensstandorts – um sich vor Bränden, Angriffen oder Ausfällen zu schützen, kann eine Kopie z. B. in die Cloud übertragen werden.

Plane automatische Backups ein, damit du nicht jedes Mal daran denken musst. Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zur effektiven Datensicherung. Manuelles Kopieren von Dateien ist fehleranfällig, daher empfiehlt es sich, auf automatische Backup-Tools zu setzen.


🔹 Schütze Backups vor Bedrohungen
Backups sollten so gesichert sein, dass sie z. B. vor Ransomware-Angriffen geschützt sind. Dies kann auf verschiedene Weise erreicht werden, wie z. B.:

  • Offline-Speicherung – vollständig isoliert vom Produktionssystem, an einem anderen Standort, ohne Netzwerkverbindung und mit separaten Zugriffsberechtigungen für Backup-Systeme.

  • Unveränderliche Backups (Immutable Backups) – gespeicherte Daten können nicht verändert werden, selbst nicht durch Administratoren. Diese kosteneffiziente Lösung schützt kritische Informationen vor Cyberangriffen und wird zunehmend von Unternehmen genutzt. Auch führende Anbieter von Cloud-Diensten unterstützen diese Technologie.


🔹 Teste deine Backups regelmäßig
Teste den Wiederherstellungsprozess, um sicherzustellen, dass die Dateien nicht beschädigt sind und im Bedarfsfall problemlos wiederhergestellt werden können. Ein Backup, das sich nicht nutzen lässt, ist wertlos.

Überprüfe regelmäßig, ob die Systemwiederherstellung effektiv funktioniert.
Denke daran, nicht nur einzelne Dateien oder Server zu testen, sondern komplette End-to-End-Systeme, einschließlich aller Abhängigkeiten zwischen den Systemkomponenten, wie z. B. Netzwerkverbindungen.

Solche Tests sollten auch beinhalten, dass Benutzer überprüfen, ob sie ihre geschäftskritischen Prozesse im wiederhergestellten System durchführen können. Zudem solltest du sicherstellen, dass du das System innerhalb der erwarteten Zeit aus dem Backup wiederherstellen kannst.


🔹 Erwäge die Speicherung eines Backups an einem separaten Standort
Um Daten effektiv vor Verlust zu schützen, solltest du überlegen, ob ein zweites Rechenzentrum für die Speicherung von Backups sinnvoll wäre – für den Fall eines Brandes, eines Hardwareausfalls oder einer anderen Katastrophe. Alternativ kannst du eine Cloud-Lösung in Betracht ziehen. Cloud-Dienste bieten eine sichere Speicherung und Verschlüsselung der Daten und minimieren so das Risiko eines Datenverlusts.


🔹 Verschlüssele deine Backups für maximale Sicherheit
Nutze Verschlüsselung, um Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Die meisten Backup-Tools bieten integrierte Verschlüsselungsfunktionen – stelle sicher, dass du diese nutzt!

Backups zu erstellen ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit – sowohl für Unternehmen als auch für Privatnutzer.
Regelmäßige Backups, die vor Änderungen oder Löschungen geschützt sind, können dein Unternehmen vor erheblichen Verlusten bewahren.

🔹 Erstelle noch heute ein sicheres Backup – bevor es zu spät ist!

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